Siebdruck – Was ist das?

Siebdruck ist ein Verfahren, bei dem Farbe durch ein Sieb auf Holz, Textilien oder Papier gedrückt wird. Das Sieb besteht dabei aus einem  Stoff, welcher aber nur an bestimmten, sehr feinen Punkten und Flächen für die Farbe durchlässig ist. Durch einen chemischen Prozess wird lichtempfindliche Emulsion auf dem Sieb unter starkem Licht ausgehärtet und hinterlässt dort, wo das Licht nicht durchdringen konnte, wasserlösliche Emulsion, die ausgewaschen wird.

Da die dückflüssige Emulsion sehr lichtempfindlich ist, findet der Beschichtungsprozess unter Gelblicht statt. Nach Beschichtung und Belichtung erfolgt der Druckprozess. Durch ein Einsatz eines sogenannten Rakels wird die Farbe durch das Sieb gepresst und landet so an den offenen Stellen auf einer Oberfläche wie z.b. einem Papierbogen oder eben Stoff.

Den Prozess der Belichtung und Beschichtung bis zum Druck beschreibe ich in diesem Video zum Thema “Siebdruck auf schwarzen Shirts”. Hier bekommt ihr auch einen Eindruck, welche Materialien zum Einsatz kommen:

Siebdruck ist eine sehr alte Technik und hat seine Wurzeln unter anderem in der japanischen Schablonentechnik des 18. Jahrhunderts. Trotzdem ist das ganze kein Hexenwerk und kann auch ohne Werkstatt zuhause praktiziert werden. Ideal ist in jedem Fall aber tortzdem ein Keller oder ein Arbeitsraum, bei dem auch mal ein bisschen Farbe auf den Boden kleckern darf.

Ich habe selbst sehr lange auf dem Küchentisch meine ersten Drucke umgesetzt und bei der Belichtung und Beschichtung die Badewanne misbraucht. Auch in meinen Workshops arbeite ich um Großteil mit einer einfachen Ausstattung für den Heimgebrauch und bin überzeugt davon, dass gerade Anfänger diesen Weg gehen können, bevor der Kopf über Werkstatt und Auswaschbecken zerborchen werden muss.
Das Motto lautet: DIY und zwar unter einfachsten Bedingungen. Besucht den Anfänger-Workshop und lasst euch davon überzeugen.

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